Hausplanung

Das Raumprogramm

Jedes neue Haus braucht ein Raumprogramm, nur so kann sichergestellt werden dass Ihre Räume am Ende nicht zu klein sind. Hier finden Sie Informationen darüber, worauf geachtet werden muss.

Worauf man bei der Planung des Hausbaus achten sollte

Wer ein Haus bauen möchte, sieht sich einer nahezu unendlichen gestalterischen Vielfalt gegenüber. Praktisch soll das neue Haus sein, sich von der Masse abheben und natürlich optisch einen guten Eindruck machen. Am Anfang steht die Bauform, doch auch die Hausplanung sollte gut überlegt sein.

Welche Gebäudeformen gibt es?

Lässt man ein Kind ein Haus malen, so wird es fast immer aus einem Quader bestehen, auf dem sich ein Dreieck als Dach befindet. Doch diese klassische Lösung des Satteldachhauses ist schon lange nicht mehr das Non plus Ultra. Moderne Bauformen setzen abwechslungsreiche Akzente im Stadtbild. Oft muss man erhebliche Kompromisse machen, denn die Grundstückspreise sind in der Regel exorbitant hoch. Ein weiterer Stolperstein sind die Bauvorschriften, die von Gemeinde zu Gemeinde variieren können. Mit einer geschickten Planung lässt sich das Traumhaus jedoch trotz mancher Hindernisse leicht realisieren. Die Zahl der verschiedenen Gebäudeformen umfasst ein breites Spektrum. Zu dem Klassiker Satteldachhaus gesellen sich polygone Gebäudeformen, sechseckige Gebäude, Fächerformen und sogar runde Gebäude, um hier nur einige der vielen Varianten aufzuzählen. In jüngster Vergangenheit zeichnet sich ein deutlicher Trend zum Bauhausstil ab. Die kubisch aufgebauten Häuser liegen voll im Trend. Häuser, die sich wie aus Bauklötzen gebaut präsentieren, erobern Stadt und Land. Wie Würfel türmen sich die einzelnen Bauelemente aufeinander und ergeben ein reizvolles Gesamterscheinungsbild. Das Fehlen der schrägen Dächer bietet weitere ansprechende Gestaltungsmöglichkeiten. Ein großer Vorteil liegt darin, dass durch die fehlenden Schrägen auch der Innenraum ein deutlich größeres Platzangebot bietet. Auch im Obergeschoss ist so wesentlich mehr Wohnfläche realisierbar. Die funktionalen Flachdächer bieten zudem ausreichend Platz für eine ansprechende Begrünung, einen kleinen Dachgarten und eine oder mehrere Terrassen mit einer Balkontür. Selbst die Hersteller von Fertighäusern haben die Vorteile des Bauhausstils bereits erkannt. Im Portfolio der führenden Hersteller von Fertighäusern in Holzbauweise finden sich immer häufiger Gebäudeformen im kubischen Bauhauslook.

Was versteht man eigentlich unter einem Raumprogramm?

Hat man eine äußere Form für sein neues Haus gefunden, sollte man sich Gedanken um die Innenaufteilung machen. Ein Raumplan hilft dabei, die richtige Größe und Anordnung der Räume zu finden. Mit einem Raumprogramm legt man fest, welche Räume erstellt werden sollen und welche Größe für die einzelnen Räume benötigt wird. Dabei stellt das Raumprogramm kein abschließendes Vorhaben dar. Es dient zur Orientierung für die weitere Planung, ohne einen Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. Das Raumprogramm ist ein erster Baustein für einen Gebäudeentwurf, der auch dem Architekten bei seiner Planung hilft. Die einzelnen Räume werden noch nicht abschließend festgelegt, sondern nur als grobe Vorgabe in einem Bauentwurf berücksichtigt. Man sollte sich hier grundlegende Gedanken machen, welche Räume man benötigt und welche individuellen Anforderungen sie erfüllen sollen. Früher sah ein Raumprogramm meist klassisch orientiert aus. Ein Flur, von dem weitere Räume abzweigen ist aber schon lange nicht mehr das, was sich kreative Hausherren wünschen.

Die Alternative – eine offene Wohnraumgestaltung

Die offene Wohnraumgestaltung hat sich schon lange einen Platz in der Gestaltung des Innenausbaus erobert. Mit einem offenen Grundriss bieten sich ansprechende Lösungen für eine individuelle Wohnkultur. Die Verbindung verschiedener Wohnbereiche frei von Mauern verleiht dem Zuhause ein Gefühl von Weite ohne einzuengen. Sehr beliebt ist die Verknüpfung von Ess- und Wohnbereich. Häufig schließt sich die Küche dieser neuen Raumaufteilung an. Kochen, Essen und Wohnen werden nicht mehr voneinander getrennt, denn sie sind die Basis des sozialen Miteinanders in der Familie. Schon in vergangenen Zeiten war die Wohnküche der zentrale Ort des Hauses, an dem sich die Familie traf. Heute ist die offene Bauweise ideal für die Kommunikation, die sonst aufgrund der zeitlichen Einbindung der Familienmitglieder häufig zu kurz kommt. Auch Gäste freuen sich über eine optimale Unterhaltung, während der Gastgeber die letzten Handgriffe in der Küche erledigt, die dank des neuen Wohnraumkonzepts nicht mehr durch Türen und Wände abgegrenzt ist. Für welche Lösung man sich letztlich entscheidet, sollte gut überlegt sein und den persönlichen Bedürfnissen entsprechen. Der Gedanke des offenen Wohnens geht aber noch sehr viel weiter. Durch eine geschickte Aufteilung, zum Beispiel durch Emporen und ähnliche gestalterische Elemente, lässt sich auch der Rest des Hauses sehr gut ohne störende Mauern einrichten. Oft wird der Schlafbereich in die obere Etage verlegt, um ein Maximum an Privatsphäre zu erreichen, ohne dass zusätzliche Wände erforderlich sind. Durch eine geschickt gewählte Inneneinrichtung und ansprechende Dekorationen können dezente Abgrenzungen erschaffen werden, die das räumliche Gefühl nicht einengen. Eine besondere Herausforderung ist ein sogenanntes Einraumhaus. Wie dieses Konzept funktioniert? Es gibt bereits einige Anbieter, die ansprechende Lösungen in ihr Programm aufgenommen haben.

Eine Idee setzt sich durch – das Einraumhaus

Unsere Gesellschaft befindet sich in einem ständigen Wandel. Damit verändern sich auch die Ansprüche, die sich an modernes Wohnen richten. Ein Maximum an Flexibilität wird auch in der Architektur immer mehr gefordert. Ein Einraumhaus beweist eine gestalterische Vielfalt, die jeden Wandel mitmacht. Vom Haus für die Familie mit Kindern, zum Ruhesitz für Rentner, bis zur Verwandlung in ein Geschäftshaus sind nahezu alle Veränderungen mit relativ geringem Aufwand realisierbar. Lebenssituationen sind immer nur eine Momentaufnahme. Schnell können sich die Anforderungen an ein Haus ändern, sodass immer mehr Bauherren über eine flexible Alternative nachdenken. Selbst renommierte Hersteller von Fertighäusern bieten bereits ansprechende Lösungen von Einraumhäusern an. Zu der individuellen Innenraumgestaltung wird hier in den meisten Fällen sogar eine Möglichkeit geboten, das Haus auf Reisen zu schicken. Die Ansprüche an Mobilität und Flexibilität wachsen. Oftmals erfordert das Berufsleben eine kurzfristige räumliche Veränderung. Was liegt also näher, als Konzepte zu entwickeln, die es erlauben, dass man sein Haus einfach mit nimmt. Diese Häuser werden ohne Unterkellerung und Bodenplatte erstellt, sodass sie mit geringem Aufwand auf- und wieder abgebaut werden können. Anschließend können sie an einem neuen Standort erneut aufgebaut werden. Transportable und ortsungebundene Häuser sind schon seit einigen Jahren keine Utopie der fernen Zukunft mehr. Die Innengestaltung richtet sich nach den Wünschen der Bauherren. Der Grundriss ist ebenso flexibel, wie die Einbindung von Fenstern und Türen genaue infos finden Sie hier. Die Innenraumausstattung obliegt ebenfalls den Vorstellungen des neuen Bewohners. Der Verzicht auf Trennwände erfordert intelligente Lösungen für den ein oder anderen Bereich. Der Blick auf Bad, Toilette und Sanitärbereiche könnte bei Bedarf zum Beispiel durch dekorative Schiebetüren verwehrt werden. Wer sich mehr Abgrenzung zum Schlafen wünscht. könnte mit luftigen Vorhängen für eine optische Trennung sorgen.

Wie gestalte ich ein offenes Wohnkonzept?

Mit kreativen Ideen und architektonischen Details lassen sich die einzelnen Wohnbereiche besser zu einem Raumprogramm definieren. Geschickt eingefügte Balken, Treppen oder auch Säulen können ansprechende Akzente setzen. Auch kleinere Nischen können sehr wirkungsvoll in einen offenen Grundriss eingebettet werden. Gekonnt platzierte Regale können die Aufgabe einer optischen Abgrenzung übernehmen, ohne das Gefühl der räumlichen Weite zu beeinträchtigen. Den Wohnraum geschmackvoll einzurichten sollte immer eine visuelle Harmonie zum Ziel haben. Unterschiedliche Wohnbereiche können sich durch eine stilvolle Farbgestaltung voneinander abheben, die sich in einzelnen Komponenten übergreifend wiederholt. Subtil lancierte Details fördern ein stimmiges Gesamterscheinungsbild. Mit Teppichen, Kissen oder auch vereinzelten Möbelstücken können wohltuende Verknüpfungen gestaltet werden.

Am Anfang steht die Planung

Wer ein individuelles Haus bauen möchte, kommt um eine gründliche Planung nicht herum. Damit der Architekt die Vorstellungen des Bauherrn optimal umsetzen kann, benötigt er detaillierte Angaben. Mit der Wahl der Gebäudeform ist der erste Schritt getan. Danach folgt die Erstellung eines Raumplans. Die Rahmenbedingungen wie Grundstücksgröße, eventuelle baulichen Vorschriften oder besondere Eigenschaften des Untergrundes, wie zum Beispiel eine Hanglage, müssen in die Überlegungen ebenfalls einfließen. Je genauer die eigenen Vorstellungen sind, desto einfacher kann der Architekt unterschiedliche Möglichkeiten erarbeiten und ein Haus planen, dass die Träume der Baufamilie erfüllt.

Wie erstellt man ein Raumprogramm?

Um den erforderlichen Bedarf an Wohnfläche möglichst optimal zu ermitteln, sollte man ein Raumprogramm erstellen. Welchen Anforderungen sollen die einzelnen Räume entsprechen, bzw. welche Flächen sollten bei einer offenen Wohnraumgestaltung für die einzelnen Bereiche eingeplant werden? Zunächst sollte man festlegen, welche Räume bzw. Bereiche für die persönlichen Bedürfnisse erforderlich sind. Eine Liste ist hierbei sehr hilfreich, in der man anschließend die Größe der Flächen festlegt. Eine kleine Hilfe können allgemeine Richtlinien zur Raumgröße sein. Auch die bisherigen Erfahrungen mit dem derzeit zur Verfügung stehenden Wohnraum geben wichtige Anhaltspunkte.

Hier eine kleine Tabelle über die allgemein üblichen Raumgrößen:

  • Eingangsbereich: ca. 4 qm
  • Bad: ca. 6 bis 10 qm
  • Toilette: ca. 2 qm
  • Wohnzimmer ca. 25 qm
  • Elternschlafzimmer: ca. 16 qm
  • Kinderzimmer: ca. 12 bis 15 qm
  • Küche: je nach Konzept ca. 6 bis 14 qm
  • Wirtschaftsraum: ca. 10 qm
  • Abstellraum: ca. 5 qm
  • Heizungsraum: ca. 5 qm
  • sonstige Räume, wie Brennstofflager oder Hausanschlussraum: jeweils ca. 4 qm

Nachdem man eine erste Berechnung erstellt hat, sollte man nochmals gründlich prüfen, ob man auch wirklich an alles gedacht hat. Für Räume, die zum Wohnbereich zählen, sollte man eine Fläche von ca. 72 Prozent eingeplant haben. Dies entspricht den durchschnittlichen Werten, die beim Wohnungs- und Hausbau zugrunde gelegt werden. Zum Wohnbereich gehören das Kinderzimmer, Schlafzimmer der Eltern, das Wohnzimmer, eine Wohnküche, das Esszimmer, das Arbeitszimmer und der sogenannte Hauswirtschaftsbereich mit Bad, Küche. Toilette und Hauswirtschaftsraum. Die durchschnittlichen Werte für die Haustechnik liegen bei ca. 18 Prozent der Gesamtgrundfläche. Hierzu zählt auch der Heizungsraum, sowie Bereiche die sich auf die Konstruktion beziehen. Zur Konstruktion gehören zum Beispiel Wände und Stützen. Weitere 10 Prozent der Bruttogrundfläche fallen für Treppen und Flure an, die zu den Verkehrswegen oder auch den gemeinsamen Erschließungsbereichen zählen.

Nachdem man die geplanten Werte nochmals überprüft hat, sollte man eine erste Kostenschätzung vornehmen. Die durchschnittlich zu veranschlagenden Kosten liegen je nach Ausstattung zwischen 800 Euro und 1.700 Euro pro Quadratmeter. Der Mittelwert liegt demnach bei ca. 1.300 Euro pro Quadratmeter. Mit diesen Richtlinien kann man sein Budget nochmals überprüfen und eventuell erforderliche Korrekturen vornehmen. Vielleicht lässt sich aber auch der ein oder andere Traum zusätzlich verwirklichen.

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